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Statement of HRH The Prince of Wales
in support of the international project for the traditional reconstruction of the Neumarkt, Dresden

Neumarkt in 1847Die ganze Welt ist von den internationalen Bemühungen tief beeindruckt, die zur Rekonstruktion der herrlichen Frauenkirche führen, die im Zentrum des Neumarktes hier in Dresden steht.   Diese reiche und künstlerisch wundervoll geschaffene Kirche steht im sichtbaren und harten gegensatz zum Nihilismus und der kulturellen Verarmung, die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts überschattete.   Es gibt immer noch die Chance, daß der rekonstuierte Neumarkt dies ebenfalls tun wird.   Ein großartiges Juwel benötigt eine würdige Fassung.

Ich bin schon lange besorgt über die Darstelling der Umgebung solcher Bauwerke wie die Frauenkirche, die so hervorragend dazu dienen, eine großartige Stadt zu kennzeichnen: der Paternoster Square neben der St. Pauls Cathedral in London, der Schloßplatz vor der Nicolaikirche in Potsdam und derjenige vor dem Dom in Berlin - all diese Plätze sind nicht nur durch Krieg zerstört worden, sondern ebenfalls durch die Kurzsichtigkeit von Stadtplanern und Architekten in den Nachkriegsjahren.

Planer und Architekten, haben jetzt in Zusammenarbeit mit den Bürgen und den Lokalpolitikern die Möglichkeit, solche Fehler wieder su berichtigen.   In den Jahren 1996 und 1997 habe ich Projectgruppen für städtebau in Potsdam und Berlin eingerichtet im Bemühen, diese unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen, und die Auswirdkungen sind heute zu spüren.   Nun können "A Vision of Europe" und "INTBAU"  -  in welchen einige meiner eigenen ehemaligen Schüler mitarbeiten  -  diesem Vorbild folgen und mit detaillierten Vorschlägen für einen Neumarkt, der in der Lage ist, als eine organische Brücke zwischen vergangenheit und Zukunft zu dienen, an die Öffentlichkeit treten.

Ich habe nie versucht, einen Architekturstil gegenüber irgendeinen anderen zu bevorzugen, sondern eher die Gestalter zu ermutigen, den 'genius loci' des Ortes, and dem sie arbeiten, zu berücksichtigen und  -  vor allem  -  zu gewährleisten, daß den Bürgen, jung wie alt, eine echte Wahl für die Zukunft angeboten wird.   Eine Möglichkeit dazu ist, daß eine Ausstellung wie diese sicherstellt, daß die Bürger von Dresden sich nicht mit einem 'fait accompli' (vollende Tatsachen) am Neumarkt abfinden müssen.

Ich weiß, daß viele Menschen  -  Dresdner Bürger und Gäste  -  sich danach sehnen, die historische Form des Neumarkts wieder errichtet zu sehen.   Sie sehnen sich nach Schönheit und Eleganz, die wiederersteht als Gegensatz zu all der Häßlichkeit und Brutalität des 20. Jahrhunderts.   Darüber hinaus wollen sie die menschlichen und kultivierten Qualitäten von Gebäuden, die an diesem Platz einst standen, auch auf andere Neubauten in der Stadt und darüber hinaus erweitert sehen.   Ich begrüße die Tatsache, daß dieses Sehnen hier und heute beginnt, griefbare Formen anzunehmen und ich bitte aus ganzem Herzen darum, daß letztendlich den Menschen eine echte Wahl für die Zukunft dieser großartigen Stadt angeboten wird.

Charles

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